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Eigentlich wäre der Vita wie immer am Montag, aber diesmal war die Küche nicht einsatzbereit. Peti hat mit Pauli und anderen Rentnern ein Versprechen eingelöst, die alte Küche demontiert und eine moderne Kombination eingebaut, die Apparaturen funktionieren, was ja für den Parcours das wichtigste ist, nun kommen noch die Kleinigkeiten, wie falsche Abdeckungen, die Peti wahrscheinlich noch ein Weilchen beschäftigen. Die neue Küche hat dank Ritas Kochkunst einen ausgezeichneten Einstand geboten. Etwas eingeschränkt war der glanzvolle Neubeginn lediglich durch die bewährte Grillkunst von Peti am offenen Feuer.
Daniel, als Sommergast, Pauli und Peti haben am Waldrand einen riesigen Holzstoss für das Höhenfeuer aufgeschichtet, danach genossen sie das Schwimmbad. Pauli war immer noch im Badekostüm als die
Vita-Frauenrunde vollständig war. Sylvia ist ja immer noch in Indonesien und wurde durch Christine, einer ehemaligen Nachbarin, vertreten, also nur an
der Montagsrunde...
Für einmal war es auch fern der Forchstrasse sommerlich warm und schön. Diese Leichtigkeit des Seins liess Kunigunde von verschiedenen Filmen schwärmen, die eigentlich nur für das reife Publikum gedacht sind, aber Daniel ist ja auch schon etwas erwachsener. Der erste Film - der Vorleser - wurde auch von der fernsehfreien Forchstrasse [FFF] nacherlebt, da Kunigunde kein Detail ausliess.
Der zweite Film löste einerseits eine Erinnerungsflut bei allen Beteiligten aus, die noch vertieft wurde durch die Stichworte, wie Stützlisex, Amandas Schnuderstube, Olé-Olé-Bar, Monika Kälins Ochsen, das Restaurant Sonne und viele andere anregenden Lokale im Zürich der 70er Jahre. Ach ja, der Film heisst Irina Palm - die Hauptdarstellerin war ja eine Ikone der sexuellen Befreiung dieser Zeit - und wird immer wieder gern gesehen vom weiblichen Publikum.
Schon während des Apéros knallte es im Schweizerland, als sei der Krieg ausgebrochen, aber erst als die Sonne untergegangen war und der Vollmond die Landschaft zeichnete, waren die Feuerwerke besser zu erkennen, es gab auch weniger. Nun zündeten auch unsere Feuermänner, und -frauen das Hauenstein-Höhenfeuer an - es wurde noch heisser und Pauli zündete zwei imposante Vulkane, das einzige Feuerwerk in der Siedlung, da die meisten Mieter uralt oder deutsch sind - und beide müssen ja bekanntlich an allen Ecken und Enden sparen. 
Peti beschloss nach dem traditionellen Cervelat vom Grill beim Feuer zu bleiben bis es ausgegangen ist. Vermutlich kann er am Freitag oder Samstag schlafen gehen, aber Indianer sind ja bekanntlich mit einem eisernen Willen versehen.
Indianer-Witz, so alt wie die Erinnerungen an die 70er:
Einem jungen Mädchen geht in der Prärie das Benzin aus. Ein Indianer nimmt sie hinten auf seinem Pferd mit. Alle paar Minuten stösst der Reiter einen wilden Schrei aus. Schliesslich setzt er das Mädchen an einer Tankstelle ab und entfernt sich mit einem letzten "Juhuuuu". "Was haben Sie denn gemacht?", fragt sie der Tankwart. "Nichts", antwortet das Mädchen, "Ich habe hinter ihm gesessen und mich am Sattelhorn festgehalten." "Mein liebes Kind, Indianer reiten ohne Sattel..."
12.01.2026
CHAOSCombo