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27.04.26

Rita

Die Forchstrasse war, fast exakt nach einem Jahr, wieder für ein paar Tage in Genua. Einiges wiederholte sich: Das durchzogene Wetter mit kaltem Wind und Sonne, das vergebliche Warten auf einen Platz im Navebus, wo erneut kurz vor dem Einlass der Passagiere eine Schulklasse mit gefühlten fünfhundert Schülern das Schiff stürmte und die geduldig wartenden Normalos aussen vor blieben, dann noch der Hamster-Einkauf von sardischer Bottarga im Eataly. Da es in Genua immer bergauf geht kann man zur Erleichterung einige Aufzüge, die durch die städtischer Verkehrsbetriebe geführt werden, benutzen; einer hat es uns angetan, der gleich neben unserem Hotel zum Castello d'Albertis führt: Zuerst fährt die Kabine geradeaus in den Berg, dann als Lift senkrecht nach oben, wo man gleich neben diesem Schloss aussteigt. Dieses Jahr fuhr auch die Righi-Bahn, die von Bucher und Durrer aus der Zentralschweiz gebaut wurde, leider wurde das schöne Ausflugsrestaurant auf dem Berg abgerissen und es ist ein Villenviertel mit grandioser Aussicht entstanden.
Wir beschränkten den Besuch der vielen Palazzi auf einen: die Villa del Principe der Familie Doria: Die Pracht, die zwar unter dem Bombardement im II. Weltkrieg sehr gelitten und nur teilweise restauriert werden konnte, erschlug einen: grosse bis riesige Zimmer an Zimmer, die Wände mit Gemälden zugedeckt und edles Mobiliar en masse, der schöne Garten grenzt an die Stadtautobahn und den Hafen, so dass der Lärm mit der Zeit doch etwas stört. Man kann sich aber die Dorias gut vorstellen, wie sie vor Jahrhunderten Freie Sicht aufs Mittelmeer hatten ohne den städtische Lärm.
Die Fahrt gen Süden war angenehm, der Rückweg mit der SBB chaotisch, offenbar wird das dafür nötig Geld lieber unter dem Management (siehe Meldung über die grosszügigen Abgangsentschädigungen) verprasst. Anstatt vier Kompositionen aus La Spezia, für die ja stets eine Reservation nötig war fuhr nur eine, entsprechend überfüllt waren die Waggons und einige Passagiere waren eher aggressiv - als Zückerchen hatte der Rest-Zug noch eine Stunde Verspätung.

Während die Engels reisten muss sich Peti mit Bengels herumschlagen.

Seit Anfang März bauen Hauis ihre Badezimmer nach Petis Plänen um, er hat seine ehemaligen Bau-Kollegen dafür engagiert, da er diesen vertrauen zu können glaubte. Statt der veranschlagten vier Wochen dauert das Bauen und Renovieren, Nachbessern und Ausbessern noch an, es wird mit einer Aufrichte im August gerechnet.
Zu guter Letzt kritisierte gar noch die Damenmannschaft die WC-Rollen-Halter: sie seien sehr unpraktisch montiert und es entstand daraus ein fröhliches Streitgespräch wo denn diese hinkommen sollten, dass sie für alle praktisch erreichbar sei - ein echtes Unterfangen, das wahrscheinlich auch noch zur Verzögerungen führen wird.

Statt Witz diesmal eine schöne Werbung der Hofer Weine zum ersten Mai, so würde der ehemalige Arbeiter-Feiertag vielen um einiges besser gefallen: Prosit Mai

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29.04.2026
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