|
Diesmal kamen Hauis ohne Aufforderung in Schlieren an, sie fuhren mit ihrem Unfallwagen vor, einem Mercedes mit Ersatzteilen in verschiedenen Farben - da ist der Karl um einiges hübscher, halt nicht so repräsentativ. Buchers haben sich wieder schwer ins Zeugs gelegt und tief in ihre Rezeptsammlung gegriffen um den Parcours glücklich zu machen. Sie haben portionenmässig ein richtiges Nostalgie-Menu zusammengestellt, gekocht und aufgetischt - niemand ist mit einem noch so leisen Hungergfühl nach Hause gegangen.
Hauis waren eine Woche unterwegs in Kroatien, genauer in Istrien einer Halbinsel südlich von Slowenien, von Degustation zu Degustation, alles mit Verpflegung, das Programm war so dicht, dass sie
die wunderschöne Umgebung inklusiver Traum-Küste gar nicht richtig wahrnehmen konnten: Abflug nach Zagreb und danach mit einem eigenen Bus und 22 Weinenthusiasten von Produzent zu Produzent und am Abend noch Galadiner und dies jeden Tag, alles perfekt organisiert. Sie probierten nicht nur Weine sondern auch lokale Spezialitäten, wie verschiedene Branntweine, Würste, Trüffel und Olivenöl. Nun entspannen sie sich halt zu Hause.
Herr Bucher durchwanderte mit seinem Senioren-Wander-Club die Wolfsschlucht im Jura und erzählte von einem Hotel an der französich-schweizerischen Grenze, die mitten durch das Haus geht, hier auch noch die spannende Geschichte dazu. Leider hatte er keine Zeit das Matzendorfer-Porzellan-Museum in Thal zu besuchen, dort ist die bedeutende Sammlung der Frau Dr. Maria Felchlin zu sehen. Er ist aber nicht alleine, selbst die Verwandten aus Zürich fahren bei ihren Frankreich-Touren öfters über Welschenrohr und lassen das Geschirr schnöde links liegen.
Die Forchstrasse war schon wieder mit ihren kleinen Chinesen unterwegs, da sein Vater beim Kanton gar beschäftigt ist - erstaunlich, nicht ? Wer kennt nicht den rhetorischen Frage: Was haben sie gegen Beamte, die tun ja nix. Um die Zeit etwas zu dehnen sind sie mit ihm auf den Zürcher Hausberg gefahren; nicht alleine, bei dem herrlichen Herbstwetter, es waren neben zahllosen Touristen aus aller Welt auch viele orthodoxe Juden mit Kind und Kegel unterwegs - es war der Vorabend zum Laubhüttenfest, wie man nachsehen konnte.
Tags darauf sind die beiden von Felsberg, Schlumpfhausen, mit Freunden in ein Restaurant, namens Term bel, was Schampi irrtümlicherweise als Thermomix übersetzte - ist aber auch schwierig bei den vielen romanischen Idiomen, zum Mittagessen gewesen, die Freunde tischten anschliessend zum üppigen Essen noch einige Zvieri-Platten zuhause auf. Der Dreibündenstein, wie es korrekt übersetzt wird, steht auf gegenüberliegenden Seite in der Nähe von Brämbrüesch und kann bequem mit einer Seilbahn besucht werden.
Viel zu reden gaben die vielen handwerklichen Mängel in dem Mehrfamilienhaus an der Girhaldenstrasse und obwohl Haui schon Jahrzehnte pensioniert ist, sollte er immer wieder diese
Unzulänglichkeiten beheben - das Handwerk hat zwar immer noch einen goldenen Boden, aber die meisten Gesellen sind nicht eben
zuverlässige Arbeiter, fragen Sie Peti...
Witz dazu:
Sie: "Schatz, der Wasserhahn tropft."
Er: "Bin ich etwa Klempner?"
Einen Tag später.
Sie: "Schatz, das Licht im Flur ist kaputt."
Er: "Bin ich Elektriker?"
Noch einen Tag später.
Sie: "Schatz, der Tisch wackelt."
Er: "Bin ich etwa Tischler?"
Einen weiteren Tag später kommt er vom Büro nach Hause. Der Wasserhahn tropft nicht mehr, der Tisch steht gut, und das Licht im Flur geht auch wieder.
Er: "Super Schatz, wie hast du das hinbekommen?"
Sie: "Der Nachbar war so freundlich mir zu helfen."
Er: "Toll, was wollte er dafür haben?"
Sie: "Ich sollte mit ihm ins Bett gehen oder einen Kuchen backen."
Er: "Und was hast du für einen Kuchen gebacken?"
Sie: "Bin ich Bäcker?"
Sommers Abschied
07.10.2026
CHAOSCombo